ECRA-Mitglied Johanna Schönbach:

"Die DASEIN-Studie zielt darauf ab, mit Hilfe der Digitaltechnik den Nachweis für subjektive Bewertungen von Umweltgerechtigkeit und -ungerechtigkeit zu erbringen."

Die Exposition gegenüber Umweltgefahren, wie Luftverschmutzung und Lärm, ist nicht gleichmäßig über die Bevölkerungsgruppen verteilt. Tatsächlich sind sozioökonomisch benachteiligte Menschen in der Regel immer intensiveren Umweltgefahren ausgesetzt.

Bisher wurden sowohl objektive als auch subjektive Methoden verwendet, um die Verteilung der Umweltbelastungen zu beurteilen. Dazu gehören partizipative Ansätze, bei denen Personen die Exposition gegenüber Umweltgefahren selbst definieren und angeben. Bis zu diesem Zeitpunkt spiegeln solche Messungen jedoch nicht die subjektive Erfahrung von Fairness und Gerechtigkeit bei der Verteilung von Umweltgefahren wider.

Die DASEIN-Studie (Digitale Bewertung der subjektiven Umweltbelastung und der Ungerechtigkeit in der Umwelt) zielt darauf ab, mit Hilfe der Digitaltechnik den Nachweis für subjektive Bewertungen von Umweltgerechtigkeit und -ungerechtigkeit zu erbringen. Dazu werden die Teilnehmer über eine Smartphone-App subjektiv in Echtzeit über Umweltbelastungen berichten und diese in Bezug auf die wahrgenommene Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit bewerten. Die Studie zielt ferner darauf ab, zu untersuchen, ob die subjektive Erfahrung von Ungerechtigkeit durch andere Faktoren beeinflusst wird.

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