Forschungscluster 4: "Transfer und Partizipation"

In diesem Cluster konzentrieren sich die Forschungsarbeiten auf die Erforschung und Stärkung des Engagements der Community und Stakeholder. Des Weiteren werden partizipative und kollaborative Ansätze erforscht und entwickelt, die über One-Way-Messaging hinausgehen. Das Research Cluster hat zum Ziel, digitale Ansätze für das Monitoring gesundheitlicher Chancengleichheit im städtischen Raum zu untersuchen, um lokal eingebettetes räumliches Wissen in gesundheitsbezogene Planungsprozesse zu integrieren, das Empowerment zu erhöhen, die Beteiligung an Entscheidungsprozessen zu verbessern sowie die sektorübergreifende Zusammenarbeit für eine gesunde Stadtentwicklung und gesundheitliche Chancengleichheit zu fördern.

Forschungscluster 4 (RC4) zu Transfer und Partizipation in der digitalen öffentlichen Gesundheit wird Formate, Methoden und Strategien entwickeln, die auf die inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Interessengruppen in Wissenschaft und Gesellschaft im Bereich der digitalen öffentlichen Gesundheit ausgerichtet sind. Zu diesem Zweck konzentriert sich der Cluster einerseits auf die Erforschung, Gestaltung, Umsetzung und Bewertung von digital ermöglichten partizipatorischen Ansätzen zur Erleichterung der wechselseitigen Interaktion und Wissenskoproduktion zwischen Akademikern, Praktikern und Bürgern im Bereich der Forschung zur städtischen Gesundheitsüberwachung und gesunden Stadtentwicklung. Auf der anderen Seite untersucht der Cluster den Einsatz digitaler Technologien im Bereich der öffentlichen Gesundheit in der Praxis durch die Integration unterschiedlichen Wissens, das durch innovative partizipatorische Ansätze ermöglicht wird. Um die digitale Kluft zwischen verschiedenen sozioökonomischen Gruppen zu überwinden, untersucht der Cluster nicht nur die Rolle partizipatorischer Methoden, sondern experimentiert auch mit verschiedenen partizipatorischen Methoden, die es ermöglichen, verschiedene Gruppen mit digitalen Interventionen im Bereich der öffentlichen Gesundheit zu erreichen. Um die Gerechtigkeitsperspektive anzusprechen, fragt der Cluster nach verschiedenen Determinanten für die Einbeziehung schwer erreichbarer Bevölkerungsgruppen und erwägt die frühzeitige Einbeziehung der Gemeinschaft mit ihrem lokal eingebetteten Wissen in die Gestaltung und Umsetzung der Forschung. Daher liefert der Cluster sowohl konzeptuelle als auch praxisorientierte Erkenntnisse über die Nutzung von (digital ermöglichten) partizipativen Ansätzen zur Überbrückung bestehender Lücken zwischen Forschung, Praxis und Alltag sowie zur Integration verschiedener Wissensformen von Akademikern, Praktikern, politischen Entscheidungsträgern, Entwicklern und superdiversen Bürgern in die kooperative Public-Health-Forschung.

Der Cluster plant, seine Ziele durch verschiedene wissenschaftliche Studien und Forschungsprojekte zu erreichen. Diese Studien umfassen sowohl systematische Übersichtsarbeiten als auch transdisziplinäre und gemeindebasierte Forschung. Es werden sowohl qualitative als auch quantitative Methoden der Datenerhebung und -analyse eingesetzt, um Erkenntnisse über die Anwendung von digital ermöglichten partizipatorischen Methoden in diesen Studien zu gewinnen. Eine Gesamtmethodik des Clusters umfasst die konzeptionelle Arbeit an digital ermöglichten partizipatorischen Ansätzen, die Entwicklung von (digitalen) Methoden und Werkzeugen zur Durchführung von kooperativer und partizipatorischer Forschung, die Umsetzung des Ansatzes und die Auswertung der Ergebnisse. In dieser Hinsicht sieht der Cluster den Austausch von Wissen und Expertise aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen, Forschungsclustern von LSC Digital Public Health, nationalen und internationalen Akademikern, Praktikern aus verschiedenen Sektoren sowie Bürgern vor. Dieser Austausch soll in verschiedenen Formen und Formaten stattfinden, wie z.B. Workshops, gemeinsame Zuschussanträge und Forschungsprojekte, wissenschaftliche Konferenzen und Publikationen. Der Cluster wird das "Living Lab"-Konzept oder ähnliche Formate nutzen, um die Einbeziehung verschiedener Interessengruppen, einschließlich der Gemeinschaft, als Koproduzenten von Wissen während des gesamten Forschungsprozesses, vom Entwurf der Forschungsfragen über die Durchführung von Analysen bis hin zur Interpretation der Ergebnisse, zu gewährleisten.

Forschungscluster 4 will die Entwicklung und Nutzung von digital ermöglichten partizipativen Methoden und Ansätzen zur Erleichterung der inter- und transdisziplinären Zusammenarbeit stärken und den Einsatz digitaler Technologien im Gesundheitswesen in der Praxis verstehen. Auf diese Weise will der Cluster die Gesundheitsgerechtigkeit durch die Förderung eines sinnvollen Engagements und der Wissensintegration verschiedener Interessengruppen, einschließlich der Bürger, in gesundheitsbezogene Planungs- und Entscheidungsprozesse verbessern.