ECRA Mitglied Franzsika von Mandelsloh:

„Die wenigsten der aktuell generierten bzw. untersuchten mHealth Ansätze im Setting Quartier bzw. Community haben bisher ihren Fokus auf der Gesundheitsförderung bei Personen im höheren Lebensalter und/ oder ihren Familienangehörigen. Hier setzt mein Promotionsvorhaben an.“

Auch wenn immer mehr Menschen länger aktiv und selbstständig bleiben, wächst die absolute Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland. Dies geht mit erhöhten Anforderungen an die gesundheitliche Versorgung wie auch an das Wohnen und die Wohnumfeldbedingungen einher. Insbesondere in Deutschland werden in diesem Zusammenhang mittlerweile sozialraumnahe oder -orientierte Lebens- und Versorgungskonzepte und in weiterer Folge Quartiers- bzw. Communityentwicklung in den pflegewissenschaftlichen Fokus gestellt. Gleichzeitig ist eine rasche Fortentwicklung neuer digitaler Unterstützungsansätze zu verzeichnen. Diese verändert zum einen die gesundheitliche Versorgungslandschaft und bietet zum anderen große Chancen wie auch Herausforderungen für Public Health (insbesondere den Bereich Gesundheitsförderung und Prävention) als wissenschaftlicher Reflektionsarm der gesundheitlichen Versorgung.
Mein durch das Department Pflege und Management der HAW Hamburg gefördertes Promotionsvorhaben mHealthQ (Verbesserung der Gesundheit im höheren Lebensalter durch die Nutzung von mHealth-Technologie im Setting Quartier) setzt hier an.
Betreut werde ich seitens der HAW durch Frau Professor Dr. phil. Uta Gaidys und seitens des BIPS Bremen durch Professor Dr. med. Hajo Zeeb.

Forschungsplan

Das intendierte Ziel der Studie ist es A) die Wirksamkeit von mHealth-Technologie zur Verbesserung der Gesundheit im höheren Lebensalter im Setting Quartier zu untersuchen. Es wird mittels systematischer Übersichtsarbeit geprüft, inwieweit für aktuell vorhandenen mHealth-Modelle/ -Ansätze ausreichend Evidenz für einen Kausalzusammenhang zwischen der Nutzung von mHealth-Technologie und gesundheitsbezogenen Endpunkten im Setting Quartier/ Community vorliegt. Auf dieser Basis soll B) ein Konzept für eine Intervention entwickelt und C) als Pilotintervention zur Einschätzung der Machbarkeit im Raum Hamburg (das Quartier steht noch nicht fest) umgesetzt sowie D) nach den Standards der DGEval (Deutsche Gesellschaft für Evaluation, 2016) evaluiert werden.
Bei einer solchen multimodalen Intervention, wie hier vorgesehen, kann bereits ein Versagen eines einzelnen Bausteins die Erreichung des intendierten Zieles des gesamten Programmes gefährden. Typischerweise sind es aber mehrere notwendige Komponenten, deren Zusammenspiel den Erfolg einer multimodalen Intervention ausmachen. Um dies zu berücksichtigen, ist die Konzeption einer komplexen Intervention vorgesehen.

Kontaktinformationen:

Franziska von Mandelsloh, M.Sc. Epidemiologie, B.Sc. Gesundheitswissenschaften
HAW Hamburg
Departments Pflege und Management & Gesundheitswissenschaften
Wissenschaftliche Mitarbeiterin & Lehrbeauftragte:
Forschung - mHealthQ
(Promotionsförderung Department Pflege u. Management; Kooperation: Universität Bremen/ BIPS Bremen & DiPH/ ECRA)
Lehre - Surveillance und Gesundheitsberichterstattung
Franziska.vonmandelsloh@haw-hamburg.de
T +49 40-428 75-7042
Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Hamburg (HAW Hamburg)
Website: haw-hamburg.de

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