ECRA Mitglied Thomas Mildner

Meine Forschung fokussiert sich auf die Auswertung problematischer Designs im Rahmen sozialer Medien und die Entwicklung ethischer Anwendungsroberflächen im Internet.

Soziale Medien, wie Facebook oder Twitter, sind seit ihrem ersten Auftreten vor über zehn Jahren nicht nur stark in Ihrer Nutzer:innenzahl gewachsen, sondern haben sich auch gewandelt und nehmen immer mehr Bedeutung in unserem alltäglichen Leben ein. Sie helfen Beziehungen zwischen Menschen überall auf der Welt aufrecht zu erhalten und bieten Plattformen, um wichtige Momente oder Meinungen mit anderen zu teilen. Neben diesen Möglichkeiten sind jedoch auch neue Risiken aufgetreten, welche es zu verstehen gilt und denen entgegen zu wirken ist. In den letzten Jahren wurde vermehrt beobachtet, dass die Nutzung sozialer Medien einen negativen Einfluss auf unser mentales Wohlbefinden haben kann. Insbesondere bei jungen Erwachsenen gemessen, wurde eine Verbindung zwischen suchthafter Nutzung und vermehrt auftretenden Depressionen hergestellt. Hier haben gut entwickelte Technologien das Potential unser Wohlbefinden zu unterstützen anstatt ihm zu schaden.

Für mich sind an dieser Stelle zwei Punkte besonders interessant. Zum einen konzentriere ich mich auf die ethische Gestaltung von Anwendungsoberflächen sozialer Medien und zum anderen betrachte ich ihre Wirkung auf Nutzer:innen. Anhand dieser beiden Faktoren möchte ich den Einfluss sozialer Medien auf unser mentales Wohlbefinden verstehen, um unter Anderem positive Änderungen vorschlagen zu können. Im Feld der Human-Computer Interaction (HCI) wächst derzeit ein Interesse problematische Designs - sogenannten Dark Patterns - zu evaluieren. Mit meiner Forschung möchte ich an diesen Bereich anknüpfen und, mittels in der HCI verankerten Methodiken, Nutzer:innen und Entwickler:innen helfen solche Dark Patterns in sozialen Medien zu erkennen und zu meiden.

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